Brad Sundberg Seminar am 02.11.2014

Posted on 3 November, 2014  in Blog

Brad Sundberg Seminar am 02.11.2014

 

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Es war 10 Uhr und ich stand im Hof und wartete auf Brad Sundberg. Ich überlegte gerade noch, ob ich auch wirklich alles dabei hatte, da kam schon Brad mit einen Taxi vorgefahren und begrüßte mich ganz herzlich.

Gemeinsam gingen wir dann zu seinem gemieteten Studio.

Während wir auf die anderen warten, konnte ich ihm ein paar Fragen stellen und er versuchte, mir diese zu meiner Zufriedenheit zu beantworten.

Außerdem zeigte er mir Textnotizen von den Songs „Leave Me Alone“, „Just Good Friends“, „I Just Can’t Stop Loving You“ und „Bad“ und erklärte mir, wie ein „Leadvocal“ von verschiedenen Aufnahmetapes zusammengebastelt wird.

Dabei wird es einen wieder klar wie perfektionistisch und minutiös bei Michael Jackson Songs gearbeitet wurde.

Auf den Notizzetteln sah ich die typischen Profilzeichnungen, die MJ gerne skizzierte.

 

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Dann wurde es sehr technisch: Er zeigte mir, welche Mikrofone für den den jeweiligen Song benutzt wurden (Dangerous Album).

Beispielsweise wurde der Song „Heal The World“ mit dem „Telefunken 251“-Mikrofon aufgenommen, das etwa 3000-4000 € kostet.

 

TELEFUNKEN 251

 

Da wir sowieso gerade bei Dangerous waren, fragte ich ihn, wie es war mit Slash „Give In To Me“ aufzunehmen.

Brad erzählte mir, wie sie alles vorbereitet hatten und dass sich Slash wohlgefühlt hatte – nämlich mit einer großen Flasche Vodka, Saft und Zigaretten.

Als Slash dann ins Studio gekommen war, hatte er bermerkt, dass ein kleines Baby im Studio herumgelaufen war (Tochter von Brad) und Brad hatte in Slashs Augen lesen können, dass dieser sich darüber gewundert hatte.

Brad beschrieb Slash als einen der nettesten, coolsten Musiker, die er kannte.

 

Dann kamen die restlichen Besucher und das Seminar wurde offiziell gestartet. Wir machten sozusagen eine Zeitreise und Brad erzählte es uns, wie er dazu kam mit Michael zu arbeiten.

Dabei erzähle er uns von dem Schlamassel bzgl. dem E.T Storybook, von den verschiedenen Studios für das Bad-Album oder wie Brad Bubbles hatte tragen müssen, während Michael „Man In The Mirror“ eingesungen hatte.

Oder wie Michael damals selbst mit seinem Auto (Chevy Blazer) zum Studio gefahren war und dass er ein sehr gefährlicher und unkonzentrierter Autofahrer gewesen war (Er hatte sich sogar ein Fernsehr in seinen Auto einbauen lassen und die „Looney Tunes“ geschaut, währenddessen er Auto gefahren war).

 

Führerschein

 

Das waren nur ein paar kleine Geschichten von all den vielen Anekdoten, die Brad uns über die Bad-Ära erzählte.

 

Bad Cover

 

Brad fing an über das Album Bad zu sprechen und dabei erzählte er viele sehr interessante Details über verschiedene Aufnahmenverfahren (z.B. der „Liberian Girl“-Backroundgesang).

Er spielte uns einige Beispiele vor, und dabei wurde mir wieder bewusst, wie facettenreich Michaels Stimme war, denn Brad demonstrierte eine Audioaufnahme von Seth Riggs, in der er mit Michael verschiedene Stimmübungen gemacht hatte.

 

 

Brad gab viele weitere sehr interessante Details über diese Zeit mit Michael und die verschiedenen Erlebnisse preis. Ich möchte einfach nicht so viel verraten. 😉

 

Dangerous

 

Danach berichtete er, dass die Aufnahmen von Dangerous sehr aufregend gewesen waren, besonders mit dem Song „Keep The Faith“.

Es gab insgesamt drei verschiedene Studios (Bill Bottrell,Teddy Riley/Bryan Loren und Bruce Swedien) und jedes Studios hattet seinen eigenen Sound.

Brad spielte von jedem Studio ein paar Songs und kristallisierte die verschiedenen Styles von den Produzenten heraus.

Bei Bill Bottrell war es meiner Meinung nach am interessantesten („Who Is It“, „Give In To Me“, „Black Or White“ und „Dangerous“) und Brad zeigte uns die Entstehung vom Song „Give In To Me“.

Weiterhin wurden verschiedene Outtakes von der Dangerous-Ära vorgespielt.

 

History Cover

 

Daraufhin machten wir ein kurzen Abstecher in die History-Ära.

Brad spielte uns verschiedene Videos-Clips vor, z.B als die New Yorker Philharmonie den „Earth Song“ eingespielt hatte, was absolut faszienierend war, weil es so gewaltig rüberkam und Brad uns erzählte, wie lange Michael schon an diesem Song gearbeitet hatte.

Ich mochte ja schon immer die London Symphony Orchestra Version vom „Earth Song“:

Danach zeigte er uns noch verschiedene Videoaufnahmen vom Gospel Chor von „They Dont Care About Us“. Es war beeindruckend, wie viel Emotionen in diesen Passagen von „They Dont Care About Us“ eingeflossen sind.

Ja, diese 10 Stunden vergingen wie im Fluge und mein Bericht ist wirklich nur ein kleiner Einblick in alles, was wir so bei „In The Studio With MJ“ erlebt haben. Aber es ist auch besser so, denn Leute, ihr müsst dieses Event unbedingt selbst einmal miterleben!

Bis zum nächsten Mal!

 

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